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Ihr Ansprechpartner für Factoring

Wolfgang Roell

EKF Finanz Frankfurt GmbH
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Factoring erklärt – an drei konkreten Beispielen

Die Umsatzfinanzierung über Factoring bietet Liquidität für unterschiedliche Branchen und Bedürfnisse. Hier möchten wir Ihnen einmal an drei praktischen Factoring-Beispielen von Unternehmen zeigen, wie der Forderungsverkauf in der Praxis aussieht. Also: In welchen Fällen er sich lohnt und was die Vorteile und Einsparpotenziale sind.

1. Beispiel: Full-Service-Factoring in der Personaldienstleistung

Unser erstes Factoring-Beispiel zeigt ein mittelständisches Zeitarbeitsunternehmen mit einem Bruttojahresumsatz in Höhe von sechs Millionen Euro, einem Forderungsbestand von 600.000 Euro und circa 50 aktiven Kunden. Das Rechnungsaufkommen liegt bei etwa 2.500 Rechnungen pro Jahr. Der Personaldienstleister besitzt eine gute Auftragslage und arbeitet mit Gewinn. Jedoch binden die Forderungen wichtiges Kapital. Durch Full-Service-Factoring wurde eine Möglichkeit gefunden, die Löhne und Abgaben an die Sozialkassen unabhängig vom Zahlungsverhalten der eigenen Kunden zu begleichen.

Wie die Tabellen unten zeigen, sind die Kosten der Finanzierung überschaubar: In unserem ersten Factoring-Beispiel beträgt die Factoringgebühr für den Delkredereschutz und die Übernahme des kompletten Debitorenmanagements 0,53 Prozent des jeweiligen Bruttorechnungsbetrages. Für die Prüfung und dauerhafte Überwachung der Schuldner waren Prüfgebühren von insgesamt 1.700 Euro zu zahlen. Für die Bevorschussung der Forderungen erhalten wir einen Zinssatz in Höhe von 4,00 Prozent Aufschlag auf den 3-Monats-Euribor




Einsparpotenziale und Vorzüge im ersten Factoring-Beispiel

Dank Full-Service-Factoring vermeidet der Kunde unter anderem Kosten für eine eigene Warenkreditversicherung sowie potenzielle Forderungsausfälle und die damit verbundenen Ausgaben für Inkasso und Rechtsvertretung. Auch administrative Kosten können aufgrund der Übernahme der Debitorenbuchhaltung sowie des Mahn- und Inkassowesens durch uns verringert werden. Hinzu kommt die Reduzierung von Finanzierungskosten und die Unabhängigkeit von der Hausbank sowie vom Zahlungsverhalten der eigenen Kunden. Factoring gibt dem Unternehmen die Sicherheit, stets über ausreichende Liquidität zu verfügen, um die Sozialabgaben, das Finanzamt und andere Posten pünktlich bezahlen zu können. Die Verbindung all dieser Vorzüge macht Factoring für das KMU in diesem Beispiel kostenneutral und interessant.


2. Beispiel: Inhouse-Factoring in der Kunststoffproduktion

Das zweite Beispiel zeigt einen Kunden aus dem Segment der Kunststoffproduktion mit einem Umsatzvolumen von 16,9 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer. Auftrags- und Ertragslage waren stets gut, jedoch banden offene Forderungen regelmäßig wichtiges Kapital, wodurch es dem Unternehmen nicht möglich war, seine Beschaffung flexibler zu gestalten. So blieben Skontoerlöse ungenutzt und auch mögliche Preisverbesserungen im Einkauf konnten nicht verhandelt werden. Bestenfalls war der Kunststoffproduzent in der Lage, die Rechnungen seiner Lieferanten zum Nettozahlungsziel zu begleichen.

Da die Kunststoff produzierende GmbH administrativ, personell und IT-technisch sehr gut aufgestellt ist, wurde hier ein Inhouse-Factoring etabliert. Die Factoringgebühr beläuft sich auf 0,42 Prozent des Bruttojahresumsatzes. Die Zinsen für die 90-prozentige Bevorschussung der Forderungen liegen bei 3,80 Prozent Aufschlag auf den 3-Monats-Euribor. Die Gebühren für die Prüfung der Bonität der Schuldner und deren dauerhafte Überwachung schlagen mit insgesamt etwa 3.000 Euro pro Jahr zu Buche.






Das bringt Factoring in Beispiel zwei

Die Einsparungspotenziale liegen auf der Hand: Bereits 2,0 Prozent Skonto ausgehend von einem Wareneinsatz von 40 Prozent des Nettoumsatzes – 14,2 Millionen Euro – ziehen Erträge von 113.600 Euro nach sich. Die Vermeidung von Delkredereverlusten aufgrund der kompletten Delkredereübernahme durch EKF sparte dem Unternehmen nochmals 20.000 Euro ein. Auch Kosten, beispielsweise für Auskunfteien, im Rahmen der zuvor selbst vorgenommenen Bonitätsbeurteilung der Kunden entfielen – weitere 3.000 Euro. Schlussendlich konnten Konditionsverbesserungen im Einkauf generiert werden, so dass das Unternehmen noch einmal 15.000 Euro pro Jahr auf der Habenseite verbuchen kann.


3. Beispiel: Factoring bei einem Lebensmittelhersteller 

Unser drittes Beispiel zeigt einen Hersteller von Cerealien mit einem Umsatzvolumen von 12,84 Millionen Euro inklusive der Umsatzsteuer. Während Auftragslage und Gewinn keinen Anlass zur Sorge gaben, bestand auch für dieses KMU eine große Hürde in den Forderungen – und dem dadurch gebundenen Kapital. Es gelang deshalb nicht, den Einkauf nach den eigenen Bedürfnissen zu optimieren: Skontoerlöse mussten ungenutzt bleiben und auch Preisverbesserungen im Einkauf konnten nicht verhandelt werden. Die Zahlungsziele der eigenen Lieferanten mussten stets ausgeschöpft werden.





Factoring bringt monetäre und nicht-monetäre Vorteile

Die Vorzüge des Factorings lassen sich auch in Beispiel drei leicht errechnen. Bereits 1,0 Prozent Skonto bei einem Wareneinsatz von 62 Prozent des Nettoumsatzes von 12 Millionen Euro ergeben Einsparungen von 74.400 Euro. Da Delkredereverluste entfielen konnten noch einmal 10.000 Euro eingespart werden. Die Bonitätsbeurteilung der Abnehmer musste nicht mehr auf eigene Faust durchgeführt werden, was 3.000 Euro brachte. Dank Factoring konnten die Konditionen im Einkauf neu verhandelt werden, womit der Lebensmittelproduzent noch einmal rund 10.000 Euro jährlich einsparte. Insgesamt haben sich bei diesem Kunden durch das Factoring Mehreinnahmen von 2.400 Euro ergeben.

Weitere positive Aspekte wie die Aufwertung des Bankenratings oder das verbesserte Standing bei den eigenen Lieferanten können an dieser Stelle monetär zwar nicht bewertet werden, sind aber zweifelsohne vorhanden. Gerade der gute Ruf bei Lieferanten aufgrund der umgehenden Zahlung der Verbindlichkeiten ist nicht zu unterschätzen. Bei Rohstoffengpässen kann die Lieferfähigkeit des Cerealienherstellers wegen der bevorzugten Belieferung durch seine Vorlieferanten zum unschlagbaren Wettbewerbsvorteil werden.


Fazit zu den drei Factoring-Beispielen

Wie sich an allen drei Beispielen erkennen lässt, löst der regelmäßige Forderungsverkauf zahlreiche Herausforderungen mittelständischer Unternehmen: Kosten durch Zahlungsausfälle oder für eigene Warenkreditversicherungen und Bonitätsbewertungen entfallen; es sind optimale Konditionen im Einkauf aushandelbar; eigene Verbindlichkeiten können unabhängig vom Zahlungsverhalten der Abnehmer beglichen werden. Die drei Factoring-Beispiele zeigen darüber hinaus, dass die jeweilige Branche kaum eine Rolle spielt. Die strukturellen Probleme ähneln sich sehr oft. Für fast jeden mittelständischen Bedarf gibt es eine entsprechende Factoring-Lösung. Zudem sind mit uns jederzeit individuelle Abstimmungen möglich. Was zudem auffiel: Die Kosten für Factoring sind in allen Fällen moderat. Bei geschickter Nutzung des Ansatzes kann kostenneutral gearbeitet werden oder es ergeben sich gar Erträge wie in Beispiel drei.

Sie möchten sich die Vorzüge des Factorings auch einmal für Ihr Unternehmen vorrechnen lassen? Sprechen Sie gleich mit unserem Experten.

Name der Person

Wolfgang Roell

Marketing und Vertrieb

06122/998-124

EKF Finanz Frankfurt GmbH