Hofheim, den 09.03.2021

Factoring – treuer Begleiter auch in der Insolvenz

Dass der Forderungsverkauf an einen Factor im regulären Geschäft zuverlässig für kurzfristige Liquidität sorgen kann, hat sich bei vielen KMU herumgesprochen. Doch Factoring wird auch in komplexen Zusammenhängen wie der Restrukturierung oder der Insolvenz angewendet. Hier unterstützt der Finanzierungsansatz einen beständigen Liquiditätszufluss, während andere Finanzierungen, etwa über zusätzliche Bankkredite, in diesen Situationen oft nicht realisierbar sind. Die klassischen Geldgeber haben strenge Regularien sowie Risikoauflagen und können Krisensituationen deshalb kaum begleiten. Kommt es zur Insolvenz, sind sie zudem oft selbst Gläubiger des insolventen Unternehmens.

Liquidität gibt Handlungsoptionen

Um den Betrieb jedoch auch in wirtschaftlich anspruchsvoller Lage fortzuführen und Sanierungsmaßnahmen umzusetzen, ist ein kontinuierlicher Zufluss an Liquidität nötig. Factoring kann dafür sorgen, dass das Geld für erbrachte Leistungen bereits innerhalb weniger Tage beim Factoring-Nutzer ankommt. Bis zu 90 Prozent des Rechnungsbetrages werden sofort überwiesen. Der Rest folgt, sobald der Kunde – der Debitor – die abgetretene Rechnung beim Factoring-Partner bezahlt hat.

Der Forderungsverkauf sorgt aber nicht nur für zeitnahe Liquidität. Er gibt in der herausfordernden Situation auch zusätzliche Sicherheit: Die angekauften Rechnungen werden vom Factor gegen Zahlungsausfall versichert. Damit ist ein Unternehmen geschützt, sollten seine Debitoren einmal nicht zahlen können. Der bevorschusste Betrag muss nicht zurückerstattet werden.

Entlastung in turbulenten Zeiten

Wird Factoring mit vollem Leistungsumfang genutzt – als sogenanntes Full-Service-Factoring – ergibt sich für das Unternehmen eine weitere Erleichterung. Denn hierbei werden auch Forderungsmanagement inklusive Mahnwesen, Inkasso und im Zweifel die Rechtsverfolgung übernommen. Dadurch hat das Unternehmen mehr zeitliche und personelle Kapazitäten, um sich auf die aktuellen Herausforderungen zu konzentrieren. Und die sind in der Regel nicht gering, denn neben Sanierungsmaßnahmen, die geplant und umgesetzt werden wollen, muss natürlich auch das operative Geschäft reibungslos weiterlaufen.

Nicht nur ein bereits bestehendes Factoring kann im Fall einer Restrukturierung oder sogar Insolvenz weiterlaufen: Es kann in dieser Situation sogar ein Factoring-Vertrag erstmalig abgeschlossen werden. Denn im Gegensatz zu anderen Finanzierungsarten, kommt es hierbei stärker auf die Bonität und Struktur der Debitoren an, als auf die Kreditwürdigkeit des Factoring-Nutzers selbst. Zudem sind für Factoring keine zusätzlichen Sicherheiten, wie etwa bei Bankkrediten, erforderlich.

Aussicht auf Factoring wird geprüft

Nichtsdestotrotz wird ein Factor gerade vor dem Insolvenzhintergrund sein mögliches Engagement genau prüfen. Einige Kriterien, die für Factoringinstitute eine Rolle spielen können:

Der Factor setzt sich dabei nicht nur mit dem Management zusammen, sondern bespricht sich auch mit zentralen Akteuren des Verfahrens. Das können, je nach Art der Sanierung, Insolvenzberater, Sachwalter, eigenverwaltende Unternehmer, Sanierungsgeschäftsführer, Interimsmanager oder Insolvenzverwalter sein. Zusätzlich wird eine ganze Reihe von Unterlagen gesichtet. Unter anderem: 


Factoring: nachhaltiger Ansatz?

Verläuft die Abstimmung reibungslos und liegen alle geforderten Belege zeitnah vor, kann der Factoring-Vertrag oft bereits innerhalb weniger Wochen nach Anfrage anlaufen. Der Finanzierungsbaustein unterstützt auch über die Sanierung hinaus – und wächst sogar mit. Denn: Zieht die Auftragslage nach der erfolgreichen Neuaufstellung wieder an, ist die Finanzierung des Wachstums umso wichtiger. Die Nutzung von Factoring lässt die unmittelbar verfügbare Liquidität steigen.


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