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95 Jahre EKF – vom Handelsunternehmen zum Finanzdienstleister

28. März 2022 3 Minuten Lesezeit

Die EKF Finanz Frankfurt GmbH begeht 2022 ihr 95-jähriges Jubiläum. Im Interview erzählt Wolfgang Roell, Verantwortlicher für Marketing und Vertrieb, mehr über die Ursprünge, den Anspruch und die Zukunftspläne des Unternehmens.

 

Herr Roell, können Sie unseren Leserinnen und Lesern etwas zu den Anfängen von EKF erzählen? Welcher Antrieb steckte hinter der Gründung?

Sehr gerne: Wir wurden 1927 als Großhandels-Einkauf-Gesellschaft mbH in Frankfurt am Main von 16 „Kolonialwaren-Großhändlern“ gegründet. Ihre Intention war es, über die neue Gesellschaft Handelsgeschäfte zu bündeln, die jeder einzelne so nicht hätte tätigen können. Der Wille, in ein neues, spannendes Geschäftsmodell zu investieren, und der Wunsch, daran zu partizipieren, waren dabei sicher Antrieb und Idee der Gründung.

Was waren die prägenden Erfolge und Herausforderungen der ersten Jahrzehnte?

Der schnelle Aufbau der Gesellschaft, die rasch ansteigende Zahl an Gesellschaftern – jeder, der seinerzeit mit der Großhandels-Einkauf-Gesellschaft arbeiten wollte, musste einen Geschäftsanteil erwerben –, die Aufnahme der Importtätigkeit bereits vier Jahre nach Gründung und das sich daraus ergebende Wachstum sind sicher die prägenden Erfolge gewesen. Was die Herausforderungen angeht, muss man vor allem die Zeit sehen, in der wir uns damals befanden. Die Kriegsjahre zwischen 1939 und 1945 und die damit verbundene Zerstörung unserer damaligen Geschäftsräume und Lager waren sicherlich die größte Herausforderung. Aber auch die Jahre danach, der Wiederauf- und Ausbau des Geschäfts waren herausfordernde und anspruchsvolle Aufgaben.

Wie kam es schließlich zum Wandel vom Handelsunternehmen zum Finanzdienstleister?

Mit der Finanzdienstleistung Zentralregulierung haben wir bereits in den 1960er Jahren begonnen. Factoring bieten wir seit 1994 an. Ab diesem Zeitpunkt war klar, wohin der Weg früher oder später führen würde. Und spätestens mit der Aufgabe des Handelsgeschäfts im Jahr 2006 wurde die komplette Transformation hin zum Finanzdienstleister vollzogen.

Was sind die wichtigsten Leistungen, die Sie Ihren Kunden heute anbieten?

Als Finanzdienstleister sind wir, wie gesagt, in den Bereichen Factoring und Zentralregulierung tätig. Wenn ich das kurz erklären darf: Factoring ist eine moderne Finanzdienstleistung, die der Umsatzfinanzierung dient – beispielsweise bei mittelständischen Unternehmen. Die Zentralregulierung ist daneben ein Abrechnungssystem für Einkaufsverbände, das den Zahlungsverkehr von diesen und deren Lieferanten steuert und optimiert.

Welche Grundsätze und Überzeugungen bestimmen Ihre Arbeit als Finanzierer?

Wir versuchen, unsere Kunden persönlich zu nehmen. Das hört sich vielleicht erst einmal etwas komisch an, ist es aber gar nicht. Es bedeutet einfach: Wir verpassen Interessenten und späteren Kunden keine Standardlösungen, sondern stimmen unsere Leistungen genau auf ihre jeweiligen Anforderungen ab. Das funktioniert am besten im Dialog und setzt deshalb am Anfang der Zusammenarbeit eine individuelle Situations-Analyse voraus. Auf dieser Basis finden wir Lösungen, die für beide Seiten funktionieren und sich langfristig bewähren. Genau diese Arbeitsweise zeichnet uns seit vielen Jahren aus.

Was waren für Ihr Unternehmen zuletzt die größten Herausforderungen?

Natürlich waren die vergangenen beiden Jahre während der Corona-Pandemie herausfordernd, denn keiner kannte eine vergleichbare Situation. Niemand wusste anfangs, wie damit umzugehen ist und wie lange dieser Zustand anhalten würde. Diese Lage zu meistern, das war herausfordernd. Aber so, wie unsere Kunden, haben auch wir Wege und Lösungen gefunden, die Situation zu handhaben und weiterzumachen.

Schauen Sie bitte einmal in die Glaskugel: Welche Ziele hat sich EKF für die nächsten Jahre gesteckt?

Da muss ich gar nicht so sehr in die Glaskugel schauen, weil das relativ einfach zu beantworten ist: Wir wollen EKF weiterentwickeln und fit für die Zukunft machen. Da spielt das Wort „Digitalisierung“ sicher eine wichtige Rolle. Aber natürlich arbeiten wir immer auch an der Verbesserung unserer Dienstleistungsqualität. Denn wir glauben, nur hierüber lassen sich lange und enge Kundenverbindungen aufbauen – und damit auch ein gesundes Wachstum und ein hoher Bekanntheitsgrad innerhalb unserer Branche. Und in fünf Jahren, zum Einhundertjährigen, schauen wir mal, wo wir stehen und was wir die nächsten hundert Jahre so machen werden.

Ihr persönliches Angebot

Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten

Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

Wolfgang Roell

Marketing und Vertrieb

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