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Auslandsgeschäfte: Risiken durch Exportfactoring reduzieren

16. Februar 2023 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Auch wenn die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg die globalen Lieferketten und -beziehungen zuletzt immer wieder ins Stocken brachten – internationale Geschäfte sind aus der heutigen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Auch immer mehr deutsche KMU handeln mit ausländischen Kunden. Dies allerdings kann einige Herausforderungen und Risiken bereithalten. Das sogenannte Exportfactoring kann helfen.

    Die Risiken des Auslandsgeschäfts

    Für viele Unternehmen ist es wirtschaftlich sinnvoll und teils überlebenswichtig, sich weltweit Abnehmer und Märkte zu erschließen. Oftmals warten lukrative Aufträge jenseits der Landesgrenzen. Doch es gibt auch einige Fallstricke bei internationalen Geschäftsbeziehungen. Beispielsweise sind die wirtschaftliche Situation, das Zahlungsverhalten und die Bonität eines ausländischen Abnehmers aus der Ferne oft nur schwer einzuschätzen. Das Risiko eines möglichen Zahlungsausfalls ist somit kaum kalkulierbar.

    Hinzu tritt das Wechselkursrisiko, wenn mit einem Kunden die Zahlung in seiner Landeswährung vereinbart ist. Kommt es innerhalb des Zahlungsziels zu einem großen Wertverlust dieser Währung im Vergleich zum Euro, kann der Verkäufer an Marge einbüßen. Das führt umgehend zur dritten Herausforderung von Auslandsgeschäften: Zahlungsgepflogenheiten, Fristen, rechtliche Gegebenheiten und ähnliches können sich im Land des Geschäftspartners deutlich von den Bestimmungen in Deutschland unterscheiden. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, wenn ein Kunde beispielsweise ein Zahlungsziel von drei Monaten und länger erwartet. Das ist eine Herausforderung für die Mittelständler und deren Liquidität, schließlich müssen Einkäufe getätigt, weitere Aufträge vorfinanziert und laufende Kosten getragen werden. Mit Exportfactoring kann den genannten Risiken vorgebeugt werden.

    So läuft Exportfactoring ab; das bringt es:

    Beim Exportfactoring verkauft ein Mittelständler seine Forderung für Leistungen an einen ausländischen Geschäftspartner einem hiesigen Factoring-Anbieter. Dieser bevorschusst den Großteil der Rechnungssumme sofort.

    Hat der Factoringanbieter eine Dependance in dem jeweiligen Land, kann der Debitor an den dortigen Factor zahlen. Der ausländische Factoring-Partner übernimmt dann auch das Forderungsmanagement. Besteht keine ausländische Dependance oder man arbeitet nicht mit einem Partner im Ausland, läuft alles wie beim Inlands-Factoring ab. Der Debitor zahlt einfach auf das Konto der Factors in Deutschland.

    Exportfactoring läuft also für den Factoring-Kunden selbst absolut geräuschlos ab – genau wie beim „normalen“ Inlands-Factoring. Dennoch bietet das Exportfactoring zahlreiche Erleichterungen:

    Lange Zahlungsziele eines internationalen Geschäftspartners spielen kaum eine Rolle mehr – durch Factoring steht unmittelbar Liquidität bereit.

    Die Bonität eines Kunden wird regelmäßig geprüft. Solange vom Factor dazu keine Hinweise kommen, muss sich ein Lieferant keine Sorgen bezüglich dieses Themas machen.

    Durch Exportfactoring ist ein KMU vor Zahlungsausfällen seines ausländischen Kunden geschützt. Es erhält stets den vollen Rechnungsbetrag ausgezahlt.

    Bei Bedarf übernimmt der Factor auch im Rahmen des Exportfactorings das komplette Forderungsmanagement.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

    Marketing und Vertrieb

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