Die Konjunktur entspannt sich leicht, die Geschäftsaussichten der Unternehmen sehen positiver aus. Aber Risiken und Unsicherheiten bleiben. Das hat eine Umfrage von Deloitte ergeben. Im Beitrag gehen wir auf die Kernerkenntnisse der Studie ein.
Laut den befragten Finanzvorständen des 25. Deloitte CFO Surveys zeichnet sich aktuell eine Entspannung der Konjunktur ab. Nach der Rezession 2023 und dem schwachen Jahresanfang 2024 deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass sich die Unternehmen vorsichtig erholen. So zeigen die Geschäftsaussichten im Vergleich zum Herbst 2023 eine erkennbare Verbesserung. Gründe für die Erholung liegen vor allem in der zurückgehenden Inflation und den Zinssenkungen.
30 Prozent der befragten Finanzvorstände schätzen die Aussichten positiv ein; 21 Prozent negativ. Damit hat sich das Blatt gewendet: Im zweiten Halbjahr 2023 waren noch 30 Prozent pessimistisch und 17 Prozent optimistisch. Allerdings muss hier zwischen einzelnen Branchen differenziert werden:
- Immobiliensektor und Handel, aber auch Chemieindustrie: Aussichten steigen
- Verarbeitendes Gewerbe, insbesondere Automobilindustrie: Aussichten sinken
Der Blick auf die Branchen zeigt es: Trotz allgemeiner Erholung gibt es Unsicherheiten. So gehen die Finanzvorstände davon aus, dass ihre Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten weiterhin mit der schwachen Inlandsnachfrage, dem anhaltenden Fachkräftemangel und den steigenden Lohnkosten zu kämpfen haben werden. Jeweils über 55 Prozent der Befragten schätzten diese drei Risiken als hoch ein. Besonders an Bedeutung gewonnen haben aber vor allem die geopolitischen Gefahren und das Cyber-Risiko:
- Im Survey vom Herbst 2023 gaben 41 Prozent der CFOs die geopolitischen Schwierigkeiten als hohes Risiko an. Im Frühjahr 2024 waren es nun 53 Prozent. Besonders unter Großunternehmen und exportorientierten Firmen sind geopolitische Gefahren der wichtigste Risikofaktor.
- Das Cyber-Risiko sehen im laufenden Jahr 44 Prozent als Gefahr – 14 Prozent mehr als im Herbst 2023.
Hinzu kommen unter anderem die zunehmende Regulierung, die schwächere Auslandsnachfrage sowie steigende Rohstoff- und Energiekosten. Zudem erwarten die Finanzvorstände in den kommenden zwölf Monaten im Durchschnitt Preissteigerungen von 3,1 Prozent.
Unternehmen weiter vorsichtig
Besonders die geopolitischen Risiken haben das Potenzial, die wirtschaftliche Erholung zu stören. Daher und mit Blick auf die anderen Hürden agieren Firmen weiterhin zurückhaltend: Während die Umsätze nach Erwartung der Finanzvorstände wieder steigen sollen, stagnieren die Margen sowie die Investitions- und Einstellungsvorhaben der Unternehmen im Durchschnitt. Denn: Während Großunternehmen zwar künftig mehr Investitionen tätigen und Beschäftigte einstellen wollen, bleibt der Mittelstand defensiv und übt Zurückhaltung bei Plänen für Investitionen und Ausbau der Beschäftigung.
Finanziell absichern: mit Factoring
Im aktuell komplexen Umfeld zwischen vorsichtiger Erholung und bleibendem Risiko ist finanzielle Planungssicherheit zentral. Factoring – der regelmäßige Verkauf offener Forderungen an einen Finanzierungspartner – kann hierbei in mehrfacher Hinsicht helfen:
- Schnelle Verfügbarkeit von Liquidität
- Überbrücken finanzieller Engpässe
- Minimieren von Zahlungsausfallrisiken
- Erhöhen finanzieller Flexibilität