Das letzte Jahr war kein leichtes für den deutschen M&A-Markt. Für 2024 gibt es jedoch Entspannungssignale wie einen Rückgang der Inflation. Auch der Finanzierungsansatz Factoring kann Käufe und Verkäufe von Unternehmen erleichtern. Wo liegen hier die Vorteile und was gilt es zu beachten?
Einer Expertenanalyse auf goingpublic.de zufolge war das Transaktionsvolumen bei Unternehmensverkäufen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um acht Milliarden auf 63 Milliarden Euro gesunken. Die schwächelnde Konjunktur, die unsicheren Aussichten sowie die hohe Inflation und der entsprechende Zinskurs der EZB hatten Käufer zurückhaltend gemacht. Auch 2024 soll anspruchsvoll bleiben. Allerdings gibt es positive Signale, die dem hiesigen M&A-Markt Schwung verleihen dürften. So soll die Inflation in diesem Jahr deutlich zurückgehen. Zudem wurde der Leitzins-Anstieg bereits Ende 2023 gestoppt – ab Mitte dieses Jahres wird ein Absinken der Zinsen erwartet.
Die Analyse hebt auch hervor, wie wichtig M&A im heutigen Wettbewerb sein können. Denn durch Zukäufe könnten Unternehmen meist schneller und günstiger wachsen als auf rein organischem Weg. Außerdem könnten sie sich so diversifizieren. Gerade in Zeiten der Transformation und eines starken Verdrängungswettbewerbs, ist es wichtig, sich nach neuen Märkten auszurichten, wenn die eigene Kernbranche schwächelt. Ein zentrales Thema für M&A ist jedoch immer auch die Transaktionsfinanzierung. Hier müssen meist verschiedene Optionen in Betracht gezogen werden. Auch der regelmäßige Verkauf offener Forderungen – sprich: Factoring – kann unterstützen. Dabei ergeben sich sowohl für Verkäufer als auch für Käufer potenzielle Vorteile:
Factoring für Verkäufer – Steigerung des Unternehmenswertes durch:
- Optimierten Liquiditätszufluss
- Verbessertes Risikomanagement
- Belastbarere, zeitgemäße Finanzplanung und -prozesse
- Geringe Abhängigkeit von Zahlungsgewohnheiten der Kunden
- Erhöhte Eigenkapitalquote und bessere Bonität
Factoring für Käufer – Unterstützung beim und nach dem Kauf:
- Zusätzlicher Finanzierungsbaustein – mehr Unabhängigkeit von Kreditgebern
- Bei Abverkauf des Forderungsbestandes: höhere Summen verfügbar
- Als Absatz- und Betriebsmittelfinanzierung für die Neuausrichtung nach Übernahme