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Gegen Zahlungsverzüge gewappnet – mit Factoring

28. Februar 2025 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Die Dienstleistung ist erbracht. Das Produkt ist geliefert. Die Rechnung ist geschrieben. Und die Zahlung? Die lässt auf sich warten. Manche Branchen trifft es besonders hart. Sie müssen regelmäßig offenen Forderungen hinterherlaufen, Mahnung um Mahnung schreiben und Investitionen verschieben. Und schlimmer: Horten sich offene Rechnungen, kann dies für ein Unternehmen bis zur eigenen Zahlungsunfähigkeit führen.

    Immer mehr Firmen gehen pleite. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass die Zahl der Regelinsolvenzen 2024 so hoch war, wie zuletzt im Jahr 2015. Rund 16,8 Prozent mehr Unternehmen musste im vergangenen Jahr ein Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnen als noch im Jahr zuvor. Einer der möglichen Gründe: die gestiegenen Außenstände von Firmen.

    So wurden laut dem Zahlungsindikator der Creditreform im zweiten Halbjahr 2024 Rechnungen im Wert von durchschnittlich rund 22.240 Euro pro Kreditnehmer zu spät gezahlt; im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 20.850. „Zu spät“ bedeutet hier im Schnitt nach 39,63 Tagen, bei einer Zahlungsfrist von eigentlich 31,22 Tagen. Für so manches Unternehmen können solche Überfälligkeiten zur Zerreißprobe werden.

    Das muss aber nicht sein: Factoring kann dabei helfen, mehr Stabilität in die Finanzsituation eines Unternehmens zu bekommen. Unabhängig von den tatsächlichen Zahlungen der Kunden zu sein, wird immer wichtiger, um nicht selbst in die Insolvenz zu rutschen. Gerade in Branchen, die ohnehin mit steigenden Kosten, schrumpfenden Umsätzen und langen Zahlungszielen zu kämpfen haben, kann diese Finanzierungsform von Vorteil sein.

    In diesen Branchen ist Factoring besonders gefragt

    Transport und Logistik: Die Transportbranche ist eine der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Dennoch mangelt es hinten und vorne an ausgebildeten Fachkräften. Steigende Mautkosten machen Unternehmern zu schaffen, bürokratischer Aufwand verhindert Effizienz und die Kosten für Löhne und Kraftstoffe müssen immer gedeckt sein. Factoring ist hier eine Lösung, um all diese offenen Forderungen direkt begleichen zu können und für den laufenden Betrieb liquide zu bleiben. Rechnungsbeträge werden nach dem Verkauf an den Factor bereits innerhalb von 48 Stunden ausgezahlt.

    IT-Branche: IT-Unternehmen gehen mit dem Geist der Zeit, sind innovativ und stellen Arbeitsplätze zur Verfügung. Doch die Zeit von der Rechnungsstellung bis hin zum Zahlungseingang kann sich für sie in die Länge ziehen. Zwei bis drei Monate können vergehen, bis Leistungen bezahlt sind, während andere Verbindlichkeiten wie Steuern oder Gehälter fortlaufend gezahlt werden müssen Durch Factoring lässt sich nicht nur die Zeit bis zum Zahlungseingang deutlich verringern. Bei Bedarf kann auch die Debitoren-Buchhaltung sowie das Mahn- und Inkassowesen an den Factor abgetreten werden, um den damit verbundenen Arbeitsaufwand für das Unternehmen zu reduzieren.

    Export und Handel: Deutsche Produkte haben im Ausland einen guten Stellenwert. Doch ein anderer Markt birgt auch Zahlungsrisiken: Im Ausland gelten oft andere Regeln. Zahlungsziele von 60 bis 120 Tagen sind daher keine Seltenheit. Treten Zahlungsprobleme wie Verzug auf, können hier unter anderem teure Anwaltskosten auf das Unternehmen. zukommen. Factoring kann hier nicht nur vor Zahlungsverzug und -ausfall schützen, sondern auch wenn es darum geht, Forderungen durch einen Anwalt im Ausland geltend zu machen.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

    Marketing und Vertrieb

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