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Liquidität trotz langer Zahlungsziele in der Industrie: durch Factoring

18. März 2025 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Produzierende Unternehmen müssen oft lange warten, ehe ihre Rechnungen beglichen werden. Vom Einkauf des Materials, über die Herstellung und Auslieferung von Produkten bis hin zur Rechnungsstellung ist es ein weiter Weg. Und dann können Zahlungsziele von 30 Tagen und länger das Begleichen der Außenstände durch den Kunden weiter in die Länge ziehen. Um finanziell nicht ins Schwimmen zu kommen, kann Factoring helfen, diese Zeit zu überbrücken.

    Die Krisen der letzten Jahre haben die deutsche Industrie stark geschwächt. Vor allem in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie der Papierwarenproduktion zeigt sich der Leidensdruck: Laut Creditreform sind die Insolvenzen in diesen Industriezweigen im letzten Jahr im Vergleich zu 2023 um jeweils mehr als 200 Prozent in die Höhe geschossen. Den Unternehmen machen insbesondere die schwache Konjunktur sowie hohe Kosten für Energie und Arbeitskräfte zu schaffen. Zudem bringt die fehlende Nachfrage aufgrund der Kaufzurückhaltung der Verbraucher Betriebe an ihre Grenzen.

    Vorkasse in der Produktion: So schafft Factoring Flexibilität und Sicherheit

    Wer produziert, muss zunächst meist vorfinanzieren. Ressourcen müssen bestellt, geliefert, zu einer Komponente oder einem Produkt verarbeitet und gelagert werden, ehe sie beim Kunden ankommen und von diesem bezahlt werden. Lieferanten und Mitarbeiter wollen in der Zwischenzeit natürlich ebenfalls ihr Geld. Und auch Miete, Strom, Wasser und Gas können nicht warten, bis die Außenstände beglichen sind.

    Factoring kann dabei helfen, diese Zeit zu überbrücken und ein Unternehmen von Zahlungszielen der Kunden unabhängig zu machen. Dafür werden offene Rechnungen regelmäßig an einen sogenannten Factor, das Factoring-Unternehmen, verkauft. Statt auf eine Zahlung 30 Tage oder mehr warten zu müssen, zahlt der Factor dem Unternehmen zwischen 80 und 90 Prozent des Rechnungsbetrags bereits spätestens 48 Stunden nach dem Verkauf der Rechnung aus. Damit stehen dem Industriebetrieb die liquiden Mittel bereits deutlich vor Zahlung des Kunden zur Verfügung.

    Vorteile von Factoring für Industrieunternehmen

    • Sofortige Liquidität: Eigene Außenstände können zügig beglichen werden. Teilweise lassen sich dadurch Einkaufsvorteile wie Boni und Skonti sichern.
    • Flexibilität bei Lieferausfällen: Durch verbesserte Liquidität können Firmen auf kurzfristige Lieferausfälle reagieren und zur Not Alternativen besorgen.
    • Bessere Reaktionsfähigkeit im Export: Auf verschärfte Einfuhrbedingungen in Exportländern lässt sich flexibler reagieren.
    • Einkaufsvorteile: Durch Factoring können Unternehmen günstige Tagespreise abwarten, um Großeinkäufe und Beschaffungen zum bestmöglichen Preis zu realisieren.
    • Schutz vor Zahlungsausfällen: Vor allem in der metallverarbeitenden Industrie sind Zahlungsausfälle von Kunden nicht selten. Beim Factoring wird dieses Ausfallrisiko mit dem Verkauf der Forderungen auf den Factor übertragen – das Unternehmen erhält sein Geld, auch wenn ein Kunde nicht zahlt.
    • Entlastung: Der Factor übernimmt bei Bedarf das gesamte Debitorenmanagement, inklusive Debitorenbuchhaltung, Mahn- und Inkassowesen.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

    Marketing und Vertrieb

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