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Liquiditätsprobleme durch ESG: Factoring bringt Erleichterung

06. Dezember 2023 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Nicht nur Fachkräftemangel, Rezession und Inflation setzen KMU unter Druck, sondern auch zunehmende Bürokratie. Nun kommen die ESG-Regularien hinzu – und damit noch mehr Verwaltungsaufwand. Künftig haben KMU demnach über ihre nachhaltigen Bemühungen Bericht zu erstatten. Dass damit Mehraufwand und Finanzierungsfragen verbunden sind, ist offensichtlich. Um trotz des Drucks erfolgreich zu bleiben, müssen diese geklärt werden. Eine mögliche Antwort: Factoring.

    Die Themen Environmental, Social und Governance, kurz ESG, bilden die Basis unternehmerischer Nachhaltigkeit. Nach EU-Vorgaben sollen Betriebe entsprechend sozial, ökologisch und in der Unternehmensführung verantwortungsvoll handeln – und künftig auch darüber berichten. Für Mittelständler bedeutet das einen erheblichen Mehraufwand: Die notwendigen Berichtsstrukturen müssen oft noch aufgebaut werden. Zwar sind größere Mittelständler erst ab 2025 und kapitalmarktorientierte KMU mit über zehn Mitarbeitern ab 2026 zur Berichterstattung verpflichtet. Jedoch sind viele Betriebe längst mittelbar von den Regularien betroffen: Als Zulieferer großer, bereits berichtspflichtiger Unternehmen und Konzerne müssen sie diesen schon heute entsprechende Informationen liefern. Gerade für KMU mit geringen finanziellen und personellen Kapazitäten kann bereits diese indirekte Betroffenheit von den Regularien belastend sein.

    Finanzierung über Banken immer schwieriger

    Für die Infrastruktur zur Erhebung und Aufbereitung der Daten in den Unternehmen sind Investitionen etwa in Software und Personal erforderlich. Neben dem administrativen Aufwand drohen KMU hier auch Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Sowohl die ESG-Maßnahmen selbst als auch der Aufbau der Strukturen für Nachhaltigkeitsberichterstattung sind zu finanzieren. Viele wenden sich hier an Banken. Aber auch die sind von den Regularien betroffen.

    Banken müssen:

    • Bei der Kreditvergabe zunehmend Informationen über Nachhaltigkeitsbemühungen anfordern. KMU müssen teils bereits heute Daten liefern, obwohl die dafür notwendigen Strukturen fehlen. Deren Aufbau soll oft erst durch die angefragten Kredite finanziert werden.
    • Ab 2024 über die sogenannte Green Asset Ratio (GAR) berichten. Sie trifft Aussagen zum Anteil nachhaltiger Engagements am Gesamtgeschäftsvolumen. Problem hierbei: Kredite an Mittelständler werden bis 2025 nicht als nachhaltig angesehen. Mit einem steigenden Anteil an Krediten an KMU sinkt entsprechend die Green Asset Ratio der Kreditinstitute. Banken werden daher künftig wahrscheinlich weniger Darlehen an Mittelständler vergeben – selbst, wenn die damit geplanten Investitionen eigentlich der Nachhaltigkeit dienen sollen.

    Factoring als ein Baustein für Liquidität

    Trotz dieser Aussichten und aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation ist es für KMU wichtig, die finanzielle Stabilität zu sichern und sich weiterentwickeln zu können. Der regelmäßige Forderungsverkauf im Rahmen des Factorings kann dabei helfen: Ein Unternehmen verkauft seine offenen Forderungen an einen Factoring-Anbieter und erhält dafür umgehend liquide Mittel. Diese können für Maßnahmen wie den Aufbau einer Berichtsinfrastruktur, die Herstellung nachhaltiger Produkte oder für das Tagesgeschäft verwendet werden. Zudem kann das Full-Service-Factoring auch personell entlasten, indem Aufgaben wie das komplette Forderungsmanagement (Debitorenbuchhaltung, Mahn- und Inkassowesen) übernommen werden. Freie zeitliche Kapazitäten der Mitarbeiter können dann beispielsweise in ESG-Berichte fließen.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

    Marketing und Vertrieb

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