Risiken im internationalen Geschäft: grenzüberschreitendes Factoring als Unterstützung
Die Weltwirtschaft bleibt angespannt: geopolitische Konflikte, fragile Lieferketten und eine schwache inländische Konjunktur. Dennoch nutzen mittelständische Unternehmen Absatzmärkte im Ausland oder erschließen sich diese gerade. Das bringt angesichts der hiesigen Wirtschaftsflaute Chancen, birgt jedoch auch Risiken. Grenzüberschreitendes Factoring kann hier ein wirksamer Schutz sein und gleichzeitig unmittelbare Liquidität schaffen.
Grenzüberschreitende Handelsbeziehungen erweitern Absatzmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen. Zugleich fällt häufig die Einschätzung der ausländischen Kunden schwer. Wirtschaftliche Lage, Gepflogenheiten in der Zusammenarbeit und gerade das Zahlungsverhalten lassen sich oft nur schwer bewerten oder vorhersehen. Entsprechend hoch ist das Risiko von Zahlungsverzögerungen oder manchmal sogar eines Zahlungsausfalls.
Weitere Risiken und eine Lösung
Hinzu kommen weitere Unwägbarkeiten wie Wechselkursrisiken, wenn in fremder Währung abgerechnet wird. Schon moderate Kursbewegungen können die Marge schmälern. Zudem erwarten internationale Geschäftspartner oft deutlich längere Zahlungsziele. Für viele mittelständische Unternehmen bedeutet das: gebundene Mittel, fehlende freie Liquidität und damit erschwerte Vorfinanzierung und wenig Spielraum in ohnehin unsicheren Zeiten.
Es gibt hier jedoch einen Finanzierungsansatz, der bei Auslandsgeschäften ungeachtet der Zahlungsziele für kurzfristige Liquidität sorgen und auch das unternehmerische Risikomanagement stärken kann: das sogenannte Auslandsfactoring, oft auch Export- oder grenzüberschreitendes Factoring genannt.
So funktioniert das grenzüberschreitende Factoring
Bei dieser Factoring-Variante verkauft ein mittelständisches Unternehmen seine Forderungen aus einem Auslandsgeschäft an einen Factoring-Partner in Deutschland. Dieser zahlt einen Großteil der Rechnungssumme unmittelbar aus.
Verfügt der Anbieter über eine Niederlassung im Zielland oder arbeitet mit einem dort ansässigen Partner zusammen, zahlt der Debitor, also der ausländische Kunde des Unternehmens, direkt an den Finanzierungspartner. Die Auslandsvertretung übernimmt dann auch das Management der offenen Forderung. Ohne Auslandsdependance läuft der Prozess wie beim „regulären“ Factoring ab. Das heißt, der Kunde zahlt direkt auf das Konto des Deutschen Factors, wie EKF, ein.
Dabei ist es für das Unternehmen relativ gleich, was der Fall ist: Für dieses bleibt der Ablauf nahezu identisch, denn es erhält stets umgehend Liquidität und zusätzlichen Schutz im Auslandsgeschäft.
Mehr Sicherheit und Handlungsspielraum
Auslands-, oder grenzüberschreitende Factoring bietet mehrere Vorteile, die gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten essenziell sein können:
- Sofort verfügbare Liquidität trotz langer Zahlungsziele
- Bonitätsprüfung der ausländischen Kunden
- Schutz vor Zahlungsausfällen, selbst, wenn der Kunde nicht zahlt, erhält das Unternehmen den vollen Rechnungsbetrag
- Auf Wunsch vollständiges Forderungsmanagement durch den Factor inkl. der Übernahme des Mahn- und Inkassowesens im Rahmen des Full Service Factorings
Ist grenzüberschreitendes Factoring heute relevanter als früher?
Die internationalen Märkte bleiben mindestens mittelfristig volatil, wirtschaftliche Prognosen sind weiter unsicher und politische Spannungen sowie Zollstreits beeinflussen nach wie vor die Handelsbeziehungen. Mittelständische Unternehmen benötigen in dieser Gemengelage Lösungen, die sowohl Stabilität schaffen als auch Flexibilität ermöglichen.
Grenzüberschreitendes Factoring managt genau diesen Drahtseilakt: Es verwandelt Forderungen an internationale Kunden in sofort verfügbare Mittel und reduziert gleichzeitig die Risiken eines Exportgeschäfts. Damit werden Geschäftsbeziehungen über Grenzen hinweg kalkulierbarer, selbst wenn es die Weltlage nicht ist.