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Unternehmensfinanzierung in der Krise: wie KMU jetzt liquide bleiben

08. Februar 2024 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Die Konjunktur hat sich abgekühlt, an Fachkräften mangelt es mehr denn je, Krisen und Konflikte häufen sich und die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung trüben sich zunehmend ein – auch und gerade bei KMU. Eine Studie hat Mittelständler zu ihrer finanziellen Situation, ihren Erwartungen und Hürden befragt. In diesem Beitrag haben wir wichtige Ergebnisse zusammengestellt und zeigen eine Lösung auf.

    Laut einer Umfrage der Wolff & Häcker Finanzconsulting AG und der Ebner Stolz Management Consultants GmbH aus dem letzten Jahr schätzten die Befragten ihre wirtschaftliche Lage 2023 weit weniger positiv ein als 2021. Zwar bewerteten 48 Prozent ihre Situation zum Zeitpunkt der Befragung noch als gut oder sehr gut, allerdings trübten sich die Zukunftsaussichten deutlich ein. So blickten 22 Prozent pessimistisch auf künftige Entwicklungen. Gründe dafür sind etwa:

    • Globale Krisen
    • Inflation
    • Hohe Zinsen
    • Energiepreise
    • Bürokratie
    • Fehlendes Fachpersonal

    Laut der Befragung waren 2023 über 90 Prozent der Unternehmen vom Fachkräftemangel betroffen; 2021 waren es noch 72 Prozent. Der resultierende War for Talents, der etwa höhere Gehälter, Zusatzleistungen sowie Investitionen in Aus- und Weiterbildung fordert, bringt mehr Personalkosten mit sich. Daneben führten auch in weiteren Bereichen gestiegene Kosten bei vielen KMU zu Liefer- und Liquiditätsengpässen sowie zu rückläufigen Geschäftsergebnissen.

    Transformationsdruck nimmt zu

    Die wachsende Regulatorik und das veränderte Kaufverhalten der Kunden setzen Betriebe mehr und mehr unter Druck. Sie müssen sich nachhaltig ausrichten. Zeitmangel, begrenzte Ressourcen und hohe Betriebskosten erschweren allerdings die Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen wie der Umstellung auf energieeffiziente Produktionsprozesse. Mit Blick auf Nachhaltigkeit rücken zudem ESG-Themen für KMU in den Vordergrund: Ökologische, soziale und Unternehmensführungs-Faktoren werden immer relevanter für die Bankenfinanzierung. So haben 48 Prozent der Befragten schon Erfahrungen mit gestiegenen regulatorischen Anforderungen in Finanzierungsgesprächen gemacht. Die meisten sind allerdings noch nicht ausreichend auf die Regelungen vorbereitet, so die Studienmacher.

    Finanzierung über die Hausbank geht zurück

    Trotz gestiegener Zinsen und zunehmender Kreditanforderungen bei Banken zählt die Mehrheit der Befragten bisher noch auf den klassischen Bankkredit. Es lässt sich jedoch deutlich ein absteigender Trend beobachten: 2018 gaben 80 Prozent an, Bankkredite zu nutzen, 2023 waren es noch 64 Prozent. Dies wird in absehbarer Zeit höchstwahrscheinlich zu einem Anstieg in der Nutzung von Finanzierungsalternativen führen. Denn: Mit zunehmenden Straffungen der Kreditrichtlinien und -bedingungen wird es in Zukunft immer schwieriger werden, Kredite von der Hausbank zu bekommen. Dennoch müssen Unternehmen handlungsfähig bleiben – und das erfordert Liquidität!

    Daher ist es wichtig, auch Alternativen in der Schublade zu haben. Finanzinvestoren, Private Debt Funds und strategische Investoren sind hier für die Mehrheit uninteressant. Der Anteil der Unternehmen, die auf Leasing oder Factoring setzen, lag 2023 dagegen bereits bei 57 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass sich KMU neue Liquiditätsquellen erschließen und Factoring immer mehr in den Fokus rückt.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

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