Finanzblog

Factoring für die Möbelindustrie

12. April 2022 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Nach Zahlen des Verbands der deutschen Möbelindustrie (VDM) hat die Branche im Jahr 2021 einen Umsatz von mehr als 17 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sind knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Doch dieses gute Ergebnis sollte nicht über die derzeitigen Herausforderungen der mittelständisch geprägten Möbelwirtschaft hinwegtäuschen. Denn die Branche war 2021 eine der ersten, die unter den Materialengpässen infolge der Corona-Pandemie litt. Immer wieder waren zentrale Rohstoffe wie Holz oder Vorprodukte in den letzten Monaten nicht lieferbar. Dadurch stiegen die Beschaffungskosten teils massiv an, zudem gehören Preisschwankungen mittlerweile zum Alltag. Hinzukommen – wie in anderen Branchen – die Belastungen durch die explodierten Energiekosten. All dies fordert von den Möbelproduzenten und -händlern Liquidität, die schnell und flexibel verfügbar sein muss. Hier kann die Finanzierung über Factoring ein nützliches Instrument für Einkauf und Betriebsmittel darstellen.

    Möbelbranche – unabhängiger durch Factoring

    Werden Außenstände an einen Factor verkauft, haben Möbelunternehmen schneller Zugriff auf die Liquidität aus ihren Forderungen. So können sie entsprechend reagieren, sobald sich einmal etwas günstigere Preise im Einkauf ergeben. Zudem lassen sich so Skonti sichern, die die Beschaffungssituation weiter entspannen können. In der Krise haben viele Möbelhersteller und -händler auch dadurch reagiert, dass sie ihre Lagerflächen vergrößert und die Lagerhaltung ausgeweitet haben. In diesem Bereich kann die Umsatzfinanzierung über Factoring Möbelunternehmen ebenfalls helfen, spontane Großeinkäufe zu stemmen und die Vorratswirtschaft auszubauen.

    Produktivität halten, Nachfrage bedienen

    Durch die derzeitige Liefersituation der Möbelbranche und die Energiepreise sind auch die Produktionskosten gestiegen. Das bedeutet im Ergebnis meist höhere Vorleistungen, die zu stemmen sind. Werden Forderungen regelmäßig verkauft, stehen die entsprechenden Rechnungsbeträge immer bereits nach wenigen Tagen zur Verfügung. Dieses Geld ist ein wichtiges Hilfsmittel, um den Workflow zu gewährleisten und Kapazitäten zu halten. Es fällt umso mehr ins Gewicht, da die Auftrags- und Nachfragesituation im Möbelsektor eigentlich gut ist. Durch die Pandemie haben sich die Bedürfnisse und Anschaffungen der Verbraucherinnen und Verbraucher stark auf die eigenen vier Wände fokussiert. Hinzu kam der massive Anstieg der Arbeit im Homeoffice. Hierfür brauchten viele Menschen das entsprechende Mobiliar. Laut einer Prognose von Statista belief sich der weltweite Online-Umsatz mit Möbeln und Haushaltswaren 2021 auf 221,6 Milliarden Euro.

    Die zunehmende Verlagerung des Geschäfts in den Onlinebereich stellt die Möbelbranche allerdings vor neue Herausforderungen: Es muss ein eigener Onlineshop aufgezogen oder die bisherige Lösung ausgebaut werden, die Präsenz auf Online-Marktplätzen ist zu erweitern; Modelle wie Click & Collect müssen verstärkt genutzt werden. Und bei all dem ist nicht zu vergessen, dass die Möbelunternehmen ihre Prozesse und vor allem ihre Logistik an die neuen Vertriebskanäle anpassen müssen. Das fordert kontinuierliche Liquidität – auch in diesem Fall kann der Forderungsverkauf über Factoring Unterstützung bieten. Zumal die Finanzierungsart umsatzkongruent ist. Das heißt: Steigen die Aufträge und damit die Umsätze, steigt auch die Höhe der Forderungen, die an den Factor verkauft werden können.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

    Marketing und Vertrieb

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