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Speditionen unter Druck – Entlastung durch Factoring

25. Oktober 2022 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Speditionen sind ein Grundpfeiler der Wirtschaft und eine Voraussetzung für den heutigen Lebensstil und Wohlstand. Momentan steht die hiesige Speditionsbranche allerdings massiv unter Druck. Preisexplosionen beim Kraftstoff, Arbeitskräftebedarf, Innovationsdruck und andere Herausforderungen verlangen immer mehr Liquidität. Hier kann eine Factoring-Finanzierung entsprechende Mittel aus den eigenen Umsätzen direkt bereitstellen.

     

    Der ununterbrochene Gütertransport, den die moderne Wirtschafts- und Lebenswelt erfordert, wäre ohne Speditionen nicht denkbar. Egal, ob elementares Lebensmittel, gefragtes Luxusgut oder unverzichtbares Bauteil für die Industrie: alles muss schnell, vollständig und wie geplant verfügbar sein. Derzeit werden Spediteure in ihrer Arbeit allerdings massiv durch die Energiekrise ausgebremst. Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs – und damit seit Monaten – machen besonders die Treibstoffpreise den Unternehmen zu schaffen. So lag der Dieselpreis nach Zahlen des statistischen Bundesamtes (Destatis) am 9. Oktober diesen Jahres bei 2,12 Euro pro Liter.

    Die hohen Kraftstoffpreise sorgen für einen massiven Vorleistungsaufwand, der immer mehr Unternehmen belastet – weit stärker als in vielen europäischen Nachbarstaaten. Damit sind die hiesigen Speditionen nicht nur einem erheblichen Kostendruck ausgesetzt, auch ihre Konkurrenzfähigkeit steht auf dem Spiel. Können Wettbewerber aus Nachbarländern Speditionsdienste dauerhaft kostengünstiger anbieten, kann das die hiesige Branche wichtige Aufträge kosten. Bestehen längere Verträge mit Kunden, gibt das zumindest eine gewisse Sicherheit in Bezug auf die Auftragslage, doch dann können kurzfristige Kostensteigerungen oft nicht weitergegeben werden – oder nur sehr spät.

    Liquidität als Wandlungsbeschleuniger

    Auch der massive Arbeitskräftemangel macht der Speditionsbranche zu schaffen. Die Situation hatte sich in den letzten Monaten nochmals verschärft, da viele ukrainische Fahrer in der Branche arbeiteten, die mittlerweile in ihre Heimat zurückgekehrt sind. In puncto Nachwuchs kämpfen Speditionen zudem häufig mit einem Imageproblem: Der Job als Kraftfahrerin oder Kraftfahrer erfordert Reisebereitschaft, bringt lange Strecken und häufig Touren sowie Übernachtungen fernab des Zuhauses mit sich. Hier müssen Speditionen künftig noch stärker mit attraktiven Konditionen sowie Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten um Personal werben – eine Chance, aber auch ein weiterer Kostenfaktor. Ohnehin befindet sich die Branche mitten in der Transformation: Mobilitätswende, Digitalisierung, autonomes Fahren, Nachhaltigkeit. All diese Themen werden von den Unternehmen künftig mehr Aufmerksamkeit – und zunehmend Liquidität – erfordern.

    In dieser schwierigen Zeit der Krise und gleichzeitigen Transformation ermöglicht es der Finanzierungsansatz Factoring, mittelständische Speditionen mit sofortiger Liquidität auszustatten. Dazu werden offene Forderungen regelmäßig an einen Factor verkauft. So erhält ein Speditionsunternehmen innerhalb von 48 Stunden bis zu 90 Prozent seiner jeweiligen Rechnungssumme bevorschusst. Hinzu kommen weitere Erleichterungen wie der Schutz vor Zahlungsausfall oder die Übernahme von Verwaltungsaufgaben, wie der Debitorenbuchhaltung, des Mahn- und Inkassowesens. Gerade die Übernahme von administrativen Aufgaben durch den Factor entlastet die oftmals personell schwach aufgestellten Speditionen maßgeblich.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

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