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Umfrage zeigt einen Mittelstand unter Druck

11. Mai 2022 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Eine Umfrage der Creditreform Wirtschaftsforschung unter 1.300 Unternehmen zeichnet ein durchwachsenes Bild der derzeitigen wirtschaftlichen Situation von KMU. So ist die Stimmung zunächst einmal besser als im Vorjahr: Der Creditreform-Geschäftsklimaindex hat im Vergleich zu 2021 deutlich zugelegt – von 1,8 Punkten auf 15 Punkte. Erleichterung hat den Unternehmen vor allem der Wegfall von Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie verschafft. Die Geschäftserwartungen haben sich gerade bei Händlern und Dienstleistern aufgehellt. Zudem vermelden Unternehmen wieder steigende Aufträge und Umsätze. Doch neben diesen Lichtblicken offenbart die Studie viel Schatten.

    Aktueller Konflikt verunsichert KMU schwer

    Der Ukraine-Krieg droht die Erholung der hiesigen Wirtschaft im Ansatz zu vereiteln. Die hohen Energiepreise, das Inflationsgeschehen und die Ungewissheit bezüglich des weiteren Verlaufs des bewaffneten Konflikts machen den Unternehmen zu schaffen. Sie spüren die Auswirkungen vor allem an der Ertragslage – mehr als 32 Prozent sind von Einbußen betroffen. Die steigenden Kosten für Energie, Material und Vorprodukte schmelzen die Erträge immer weiter ein. Fast 72 Prozent der befragten Unternehmen sehen in Preissteigerungen die größte Herausforderung in diesem Jahr. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmenden sieht wegen der Inflation gar die eigene Unternehmensstabilität gefährdet.

    In einer Situation wie der jetzigen kommt es für Mittelständler vor allem darauf an, das eigene Betriebskapital effizient zu managen. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass permanent Liquidität bereitsteht, um reaktionsfähig zu bleiben – Chancen für das eigene Geschäft müssen sofort ergriffen, Gefahren umgehend abgefedert werden können. Eine probate Möglichkeit diese Probleme zu lösen, kann Factoring darstellen. Denn durch den Forderungsverkauf stehen die Außenstände aus den erwirtschafteten Umsätzen größtenteils sofort zur Verfügung. Somit kann kurzfristig auf unverhoffte Entwicklungen etwa bei den Einkaufspreisen oder Kundenanfragen reagiert werden.

    Mittel gegen schwindende Reserven

    Die Creditreform-Umfrage hat eine weitere Herausforderung der KMU offengelegt: Viele sind durch die Corona-Pandemie in ihren Reserven geschwächt. So weisen fast 31 Prozent der Unternehmen eine zu geringe Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme auf. Die Studienmachenden sehen darin vor allem dann ein Risiko für die Betriebe, sollte es zu einer Rezession kommen. Dann stehe ihre Widerstandfähigkeit auf dem Spiel.

    Eine geringe Eigenkapitalquote birgt aber bereits jetzt Herausforderungen, denn sie verschlechtert das Rating bei Kreditanfragen. Die Chancen auf die gewohnte Bankfinanzierung dürften sich damit für einige KMU deutlich verringert haben. Auch hier bietet Factoring eine Lösung, denn es stellt bankenunabhängig Liquidität bereit. Zudem stellt der Factor bei dieser Finanzierungsalternative oftmals mehr auf die Bonität der Schuldner und die Verität der Forderungen ab und weniger auf die des Unternehmens selbst. Der regelmäßige Forderungsverkauf im Rahmen des Factorings macht auch unabhängig gegenüber langen Zahlungszielen. Dass dies künftig vermehrt eine Rolle spielen wird, lässt die Umfrage bereits vermuten: Hier hatte sich eine Tendenz der Kunden zur Inanspruchnahme längerer Zahlungsfristen gezeigt.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

    Marketing und Vertrieb

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