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Zeitarbeit im Wandel – Factoring unterstützt Liquiditäts- und Risikomanagement

01. Dezember 2022 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Die Umsätze der Personaldienstleister und Zeitarbeitsfirmen haben sich zuletzt sehr positiv entwickelt. Die Branche steht jedoch zunehmend vor Herausforderungen. Themen wie Fachkräftemangel, steigende Personalkosten und Vorleistungsaufwand sowie Liquiditätsrisiken werden die Unternehmen auch 2023 beschäftigen. Factoring kann hier Lösungen bieten.

    Laut Lünendonk Studie 2022 konnte die Zeitarbeits- und Personaldienstleisterbranche im Vorjahr stark zulegen. So stieg das Marktvolumen bei der Arbeitnehmerüberlassung um 14 Prozent auf 31 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Umsätze der Zeitarbeitsunternehmen sind in der Folge um 21 Prozent angestiegen. Hierin zeige sich laut den Machern der Studie der hohe Arbeitskräftebedarf der deutschen Wirtschaft. Gerade beim Thema Personal offenbart sich aber auch die Kehrseite der Situation: Die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche habe sich im Vergleich zu den Umsätzen schwächer entwickelt. Als Gründe werden unter anderem Personalmangel, Tarifanpassungen und Verschiebungen im Kunden- und Leistungsspektrum genannt. So ist etwa zunehmend die Vermittlung statt der Überlassung von Arbeitskräften gefragt. Die Herausforderungen werden sich laut den Studienmachern auch 2023 fortsetzen.

    Personaldienstleister zunehmend unter Druck

    Diesen Oktober trat die Anhebung des Mindestlohns in Kraft; in der Personaldienstleistungsbranche erfolgt deshalb bis Anfang 2024 eine dreistufige Tarifanpassung. In Verbindung mit den teils mehrmonatigen Zahlungszielen ergibt sich dadurch ein steigender Vorleistungsaufwand für Personaldienstleister. Hinzu kommt der erhöhte Konkurrenzkampf um Arbeitskräfte und bei der Bezahlung – mit Wettbewerbern, aber auch mit Kundenunternehmen, die mit attraktiven Festanstellungen locken. Der Fachkräftemangel hat mittlerweile Rekordwerte erreicht: Im Juni 2022 war laut ifo-Institut fast die Hälfte aller Unternehmen davon betroffen.

    Hinzu kommt der Aufwand für Weiterbildung. Gerade durch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung entwickeln sich die Anforderungen an das Personal in vielen Bereichen rasant. Um für Kunden attraktiv zu bleiben, wird auch an dieser Stelle künftig vermehrt investiert werden müssen.

    Factoring: Begleiter in bewegten Zeiten

    Einen großen Unsicherheitsfaktor bildet zudem die aktuelle Energie- und geopolitische Krise. Hierdurch stehen auch die vorleistungsintensiven Personaldienstleister unter Druck. Laut der Auskunftei Creditreform haben Zahlungsverzögerungen bereits zugenommen. Gerade Kunden aus energieintensiven Branchen könnten zudem vermehrt zahlungsunfähig werden. Manchem Zeitarbeitsunternehmen drohen dann empfindliche Ausfälle. Umso wichtiger wird ein effektives Liquiditäts- und Risikomanagement. Die Umsatzfinanzierung über Factoring kann hier gleich mehrere Herausforderungen lösen.

    Durch den regelmäßigen Verkauf offener Forderungen stehen einem Personaldienstleister erwirtschaftete Umsätze unmittelbar zur Verfügung. Damit werden lange Zahlungsziele oder gar verspätete Zahlungen der Kunden zweitrangig – denn die jeweiligen Rechnungsbeträge werden direkt vom Factoring-Dienstleister bis zu 90 % bevorschusst. Selbst Zahlungsausfälle verlieren durch Factoring ihren Schrecken: Beim Forderungsverkauf geht das Risiko auf den Factor über. Der Personaldienstleister erhält den offenen Rechnungsbetrag in jedem Fall.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

    Wolfgang Roell

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