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Zunehmende Zahlungsverzögerungen erfordern Instrumente wie Factoring

25. August 2021 3 Minuten Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

    Nach dem aktuellen Creditreform Zahlungsindikator Deutschland lag der durchschnittliche Zahlungsverzug im ersten Halbjahr 2021 bei über zehn Tagen. Lieferanten hätten sich im B2B-Geschäft auf zunehmende Verzögerungen einstellen müssen. Vor allem in den Bereichen Chemie und Kunststoffe, Konsumgüter, Verkehr und Logistik seien Forderungen vermehrt später beglichen worden. Grundlage für die Auswertung war das Creditreform Debitorenregister Deutschland mit über 3,9 Millionen erfassten Rechnungsbelegen. Die Experten der Auskunftei sehen die Ursachen vermehrter Zahlungsverzüge vor allem in der Corona-Krise und den dadurch unterbrochenen Lieferketten, in vernichteten Kapitalreserven und dem Auslaufen staatlicher Hilfsleistungen.

    Um befürchteten Zahlungsausfällen und Insolvenzen vorzubeugen, hätten viele Lieferanten die Zahlungsziele für ihre Kunden verkürzt. Diese reduzierten sich im Durchschnitt auf 31,89 Tage. Jedoch scheint dies kein geeignetes Mittel zu sein, um Zahlungsverzögerungen zu vermeiden. Denn die Auswertung der Creditreform zeigt weiter, dass sich die Forderungslaufzeit im letzten Halbjahr durchschnittlich auf 42,12 Tage verlängert hat. Die Forderungslaufzeit ist die gesamte Zeitdauer, die eine Forderung aussteht. Also: Zahlungsziel des Kunden plus potenzielle Verzögerung. Ein meist geeigneteres Instrument, um den Risiken von Zahlungsverzögerungen zu entgehen, ist das Factoring.

    Durch Factoring sicher vor Zahlungsverzögerungen

    Beim Factoring werden ausstehende Forderungen nach erfolgter Rechnungsstellung vom Lieferanten an einen sogenannten Factor verkauft. Dieser bevorschusst die entsprechenden Beträge oft mit bis zu 90 Prozent innerhalb von 48 Stunden. Die restlichen zehn Prozent werden gezahlt, sobald der Kunde – es wird hier vom Debitor gesprochen – die Forderung seinerseits beim Factor beglichen hat. Das liefernde Unternehmen, der Kreditor, wird somit unabhängig von den gewährten Zahlungszielen und der Gefahr von Verzögerungen oder Ausfällen. Ihm steht unmittelbar Liquidität zur Verfügung, die für die eigene Unternehmensentwicklung eingesetzt werden kann. Schließlich stehen nicht nur die Abnehmer, sondern auch die Lieferanten selbst durch die Auswirkungen der Krise vor zahlreichen Herausforderungen. Bei Creditreform sieht man in den Zahlungsverzögerungen entsprechend eine potenzielle Gefährdung für den noch jungen Aufschwung.

    Factoring unterstützt sensibles Handling von Forderungen

    Beim echten Factoring findet ein tatsächlicher Forderungsübergang statt – das Unternehmen erhält sein Geld auch bei einem Zahlungsausfall des Kunden. Der Factor sichert dieses Risiko über eine Warenkreditversicherung ab. Damit muss nicht zu Mitteln wie der präventiven Verkürzung von Zahlungszielen gegriffen werden. Diese sind nicht nur zweifelhaft in ihrer Wirksamkeit, sondern stellen in vielen Fällen auch einen empfindlichen Eingriff in das Verhältnis von Kunde und Lieferant dar. Die Experten der Creditreform weisen darauf hin, dass Firmen vieler Branchen gegenwärtig auf die Sensibilität ihrer Lieferanten angewiesen seien. Die Unternehmen wären von der Krise geschwächt, die Liquidität sei angespannt. Im Einzelhandel etwa sind die Zahlungsziele auf fast 40 Tage gestiegen. Factoring hilft den Nutzern, in solchen Situationen auf die Bedürfnisse ihrer Debitoren einzugehen, ohne die eigene Liquidität aufs Spiel zu setzen.

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    Der Blog-Artikel wurde geschrieben von

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