EKF direkt anrufen Nehmen Sie Kontakt auf Angebot einholen
X

Ihr Ansprechpartner für Factoring

Wolfgang Roell

EKF Finanz Frankfurt GmbH
Johannes-Gutenberg-Str. 12-14
D-65719 Hofheim-Wallau

Telefon: +49 (0) 6122 998 – 0
Telefax: +49 (0) 6122 998 – 166

E-Mail:

Kontakt aufnehmen

Factoring, was ist das?

Ihnen ist gelegentlich der Begriff „Factoring“ untergekommen – meist im Zusammenhang mit Unternehmensfinanzierung? Wenn Sie genauer wissen möchten, was das ist, finden Sie hier einige nützliche Informationen. Wir geben Ihnen eine verständliche Definition des Factorings. Sie erfahren, wie es abläuft und für wen es geeignet ist.

Was ist Factoring? – Das Wichtigste kurz zusammengefasst

  • Beim Factoring verkaufen Unternehmen kontinuierlich offene Forderungen.
  • Der ankaufende Finanzierer stellt ausstehende Beträge umgehend bereit.
  • Unternehmen sichern sich so unmittelbare Liquidität.
  • Factoring schützt vor Zahlungsausfällen.
  • Factoringinstitute können auch Dienstleistungen wie das Debitorenmanagement übernehmen.
  • Factoring eignet sich für Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen.

Definition: Was ist Factoring?

Factoring wird oftmals auch als „Forderungsverkauf“ bezeichnet. Hierbei veräußert ein Unternehmen – auch „Kreditor“ genannt – eine frisch gestellte Rechnung an einen Finanzierungsdienstleister, den Factor. Letzterer schießt die ausstehenden Umsätze unmittelbar vor. Der Schuldner des Unternehmens, auch als „Debitor“ bezeichnet, begleicht seine Verbindlichkeit nun nicht mehr beim Lieferanten oder Dienstleister selbst. Er zahlt stattdessen an das Factoringinstitut.

Da Unternehmen Liquidität beim Factoring aus den eigenen Umsätzen generieren, stellt es eine Form der Umsatzfinanzierung dar. Das Factoring ist dabei kein einmaliger Vorgang, stattdessen findet ein regelmäßiger Forderungsverkauf statt. Neben der Bereitstellung von Liquidität erfüllen Factoring-Anbieter weitere Funktionen, etwa in der Risikoabsicherung und der Verwaltung. Zudem gibt es zahlreiche Unterarten und Abwandlungen der Finanzierungsart.

Factoring-Erklärung: So läuft es ab

  1. Ein Unternehmen wendet sich mit dem Wunsch, Forderungen zu verkaufen, an einen Factoring-Partner. Dieser prüft die Bonität der Firma sowie ihrer Kunden und stimmt einen individuellen Vertrag mit ihr ab.
  2. Das Unternehmen liefert wie gewohnt seine Waren aus oder erbringt seine Dienstleistungen für den Kunden.
  3. Nach Rechnungsstellung wird die Forderung nun jedoch an den Factor verkauft. Dazu wird die Rechnung an den Finanzierungsdienstleister gesandt oder digital auf ein entsprechendes Online-Portal hochgeladen. Der Kunde oder Debitor wird in aller Regel über den Verkauf informiert – es stehen ein Hinweis dazu und die Kontoinformationen des Factors auf der Rechnung.
  4. Nach erfolgreicher Prüfung der Rechnung überweist der Factoring-Partner den Großteil der ausstehenden Bruttoforderung kurzfristig auf das Konto des Unternehmens. Zeitdauer und die Höhe des Anteils variieren hier von Anbieter zu Anbieter – EKF überweißt beispielsweise 90 Prozent der Rechnung innerhalb von 48 Stunden.
  5. Das Factoring-Institut behält das Zahlungsziel im Blick, überwacht den Zahlungseingang des Debitors und übernimmt – je nach vereinbarter Factoring-Variante – weitere Aufgaben wie die Debitorenbuchhaltung und Mahn- und Inkassowesen.
  6. Hat der Kunde seine Schuld beim Factor beglichen, zahlt Letzterer den noch ausstehenden Restbetrag an das Unternehmen. Davon abgezogen wird die Gebühr für seine Leistung.
  7. Sollte die Zahlung gänzlich ausfallen, trägt der Finanzierungspartner das Risiko zu 100 Prozent. Das bedeutet: Das Unternehmen erhält in jedem Fall den vollen Rechnungsbetrag abzüglich der Umsatzsteuer, die er beim Finanzamt geltend macht und somit am Ende 100 Prozent des Rechnungsbetrages erhält.

Factoring-Funktionen: Das leistet die Finanzierungsart

Die zentrale Aufgabe des Factorings ist sicher seine Finanzierungsfunktion: Durch den Verkauf der offenen Forderungen kann ein Unternehmen unmittelbar auf seine Außenstände zugreifen und muss nicht erst das gewährte Zahlungsziel abwarten – selbst verspätete Zahlungen fallen dadurch kaum noch ins Gewicht. Das Factoring stellt regelmäßig liquide Mittel bereit, die die Handlungsfreiheit des Unternehmens erhöhen. Die im Prinzip sofort bereitstehende Liquidität kann im Einkauf eingesetzt werden oder dazu dienen, eigene Verbindlichkeiten zeitnah abzubauen. Auch andere Vorleistungen sowie Investitionen lassen sich auf diese Art und Weise finanzieren.

Im Risikomanagement von Unternehmen kann Factoring ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, denn ein Factoring-Institut übernimmt fast immer auch die sogenannte Delkrederefunktion. Es trägt also die Risiken von Zahlungsausfällen: Fällt ein Debitor aus, wird ein Außenstand nicht beglichen, springt die Warenkreditversicherung des Factors ein und erstattet den Betrag. Dadurch erhalten Factoring-Nutzende bei ihren verkauften Forderungen stets ihr Geld, unabhängig vom Zahlungsverhalten der eigentlichen Schuldner. So sind Unternehmen vor erheblichen Gefahren geschützt. Schließlich können Forderungsausfälle die geplanten betrieblichen Abläufe empfindlich stören und wirtschaftlichen Schaden anrichten – bis hin zur Insolvenz.

Über die beiden genannten Funktionen hinaus, unterstützt ein Factoring-Anbieter auf Wunsch auch bei Verwaltungs-, Abstimmungs- und Kommunikationsaufgaben. So werden im Rahmen der Dienstleistungsfunktion etwa das komplette Forderungsmanagement, also die Debitorenbuchhaltung, das Mahn- und Inkassowesen übernommen. Der Partner verwaltet entsprechend die Schuldner eines Unternehmens, behält Zahlungsfristen ausgegangener Rechnungen im Blick und überwacht permanent die Zahlungseingänge. Das Factoring-Institut sorgt weiterhin für ein professionelles Mahnwesen – außergerichtlich sowie gerichtlich – und das Eintreiben offener Forderungen. Durch die Übernahme dieser Aufgaben werden gerade kleine und mittlere Unternehmen entlastet: Denn es stehen (A) mehr zeitliche Kapazitäten für das eigentliche Geschäft zur Verfügung. Und die Aufgaben werden (B) fundiert und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl übernommen.

Für wen eignet sich Factoring?

Factoring bietet einer ganzen Reihe von Unternehmen eine praxisnahe Art der Finanzierung. Das reicht vom Start-up bis hin zum gestandenen Familienunternehmen, von der kleineren Firma bis zum Unternehmensverbund. Auch Einschränkungen bezüglich der Branche gibt es kaum. Factoring kann sich für eine Werbeagentur genauso lohnen, wie für einen Personaldienstleister. Der Forderungsverkauf kann ein IT-Unternehmen unterstützen, aber ebenso gut einen stark wachsenden Logistik-Anbieter oder einen traditionsreichen Metallverarbeiter.

Factoring bietet zudem in unterschiedlichen Unternehmensphasen einen Lösungsansatz. Ein neu gegründetes Unternehmen ohne relevante materielle Sicherheiten mag kaum Aussichten auf eine Bankfinanzierung haben, Factoring ist als Lösung hingegen sehr wohl denkbar. Ein mittelständisches Unternehmen benötigt weitere liquide Mittel, hat den Kreditrahmen bei seinem Finanzierungsinstitut aber vorerst ausgeschöpft? Factoring verspricht Abhilfe. Auch ein Industriebetrieb, der eine Möglichkeit sucht, um seine langen Zahlungsziele und den hohen Vorleistungsaufwand in Einklang zu bringen, besitzt durch den Forderungsverkauf ein nützliches Instrument. Factoring kann auch unterstützen, wenn sich ein Verarbeiter bei seinen Vorprodukten bessere Einkaufskonditionen sichern möchte. Es gibt unzählige solcher Beispiele, sie alle zeigen letztlich, wie vielseitig das Finanzierungsinstrument einsetzbar ist.

Was ist Factoring? – Unser Fazit

Factoring, also der regelmäßige Verkauf offener Forderungen an einen professionellen Finanzierer, ist vor allem eine äußerst pragmatische Art der Unternehmensfinanzierung. Denn: Eigene Forderungen stehen hiermit unmittelbar als Liquidität zur Verfügung. Dadurch werden lange Zahlungsziele zweitrangig und ein Unternehmen kann operativ schnell reagieren und sicher planen. Zudem wird das Risiko von Zahlungsausfällen komplett vom Factor getragen. Die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister folgt einem effektiven und transparenten Ablauf. Bei Bedarf unterstützt der Factoring-Partner überdies auch bei Verwaltungsaufgaben wie der Debitorenbuchhaltung, dem Mahn- und Inkassowesen. Wir finden deshalb: Es lohnt sich für Unternehmen ganz unterschiedlicher Branchen und Größen, sich mit dem Finanzierungsansatz einmal genauer auseinanderzusetzen.


Name der Person

Nina Neukam

Factoring

06122/998-123

EKF Finanz Frankfurt GmbH